Wo ist mein Hausschlüssel?
Diese Frage stellte sich unser Jüngster nicht nur einmal. Lorin ging eines Abends wie üblich in den Turnverein. In der Turnstunde geschah nichts aussergewöhnliches, es war ein ganz normaler Turnabend. Nach den anstrengenden Übungen und dem abschliessenden Spiel war eine Dusche bei allen Turnenden herzlich willkommen. Nach dem Duschen zogen sich alle rasch an, damit man möglichst schnell eins Trinken gehen konnte. Nur Lorin brauchte überraschend lange, sodass sich einige der wartenden Turner fragten, woran dies liegen könnte. Zurück in der Garderobe sahen sie Lorin verzweifelt seinen Hausschlüssel suchen. Er hatte keine Ahnung, wo dieser geblieben sein könnte. Die anderen Turner zeigten sich solidarisch und halfen bei der Suche mit. Der Schlüssel war jedoch unauffindbar.
Wie soll er diesen Umstand nur seinen Eltern beibringen, dachte Lorin. Nach einigen unterstützenden Worten schlurfte er bangen Schrittes nach Hause. Vor der Haustür liess er sich die entscheidenden Worte nochmals durch den Kopf gehen. Wie würden seine Eltern reagieren? Er klingelte. Seine Mutter öffnete die Tür und Lorin überbrachte die unangenehme Botschaft. Sein Herz stand still. Zu seiner Überraschung war ihm die Mutter jedoch keineswegs böse. Sie hatte sich während der Turnstunde in die Garderobe geschlichen und Lorin's Hausschlüssel aus der Hosentasche genommen, da sie selbst keinen dabei hatte.