Am Samstag trafen sich 6 Turnerinnen und Turner um 7 Uhr beim Bahnhof in Mannenbach. Um 7 Uhr 05 erschienen dann auch noch die fehlenden 3 Personen. Der Verursacher der Verspätung war leider klar, so dass der, sonst um keine Ausreden verlegene Verfasser des Berichts, diese Aufgabe ohne Wenn und Aber übernahm.

Mit zwei Autos machte sich die Gruppe nun auf ins unbekannte und gefährliche Ausland – also nach Österreich. Als die ersten Gipfel in Sicht kamen war klar, dass es bereits sehr weit herunter geschneit hatte bzw. schneite. So schweifte der Blick beim Erklimmen des Brandnertals immer wieder von der Szenerie ab hin zur Temperaturanzeige, welche kontinuierlich sank. An der Talstation der Lünerseebahn angekommen lag die Temperatur nicht viel über dem Gefrierpunkt. Nach einer kurzen Besprechung wurden Regenschutzmassnahmen ergriffen (es regnete ziemlich stark) und dann konnte die Wanderung empor zum Lünersee in Angriff genommen werden. Da der Regen unterwegs etwas nachliess konnte die Wandergruppe den „Böser-Tritt-Steig“ doch geniessen und so wurde der Stausee in knapp einer Stunde sichtbar. Die Douglass Hütte wurde zum Aufwärmen und Energieauftanken genutzt und so konnten alle gestärkt den weiteren Weg unter die Füsse nehmen. An der Weggabelung teilte sich die Gruppe in zwei Teile auf – die weiblichen Vertreterinnen entschieden sich für den Weg um den See, während dem die männlichen Vertreter (teilweise auf Grund von Gruppendruck) den Aufstieg zur Totalphütte in Angriff nahmen. So kämpften sich die Männer durch knöchelhohen Schnee und garstige Wetterverhältnisse empor und hatten sich die Belohnung in Form von Verpflegung in der Totalphütte redlich verdient. Das Highlight der Hütte die meist wanderschuhfreie Wirtsstube – nur einige tölpelhafte Schweizer Touristen betraten mit den Wanderschuhen den Raum, wurden aber rasch darauf hingewiesen, doch bitte Finken anzuziehen. Nach dem Abstieg teilte sich die Männergruppe erneut auf – die richtigen Männer gingen den kürzeren Weg zurück zur Douglass Hütte, während dem jene, die sich beweisen wollten, richtige Männer zu sein, die Seeumrundung vollendeten. Die Frauengruppe hatte die Hütte längst erreicht und hatte sich die Zeit mit Trinken und Uno-spielen vertrieben. Nachdem sich erneut alle gestärkt hatten, fuhren alle zufrieden mit der Seilbahn hinunter zum Parkplatz der Lünerseebahn.

Anschliessend ging es dann mit dem Auto bergab bis zur Unterkunft „JUFA-Montafon“ in St. Bartholomäberg. Beeindruckt von der Ausstattung (indoor Fussballplatz mit Kletterhalle und grossem Kinderspielparadies) bezogen wir unsere Zimmer und nutzten die luxuriösen Duschen und sanitären Anlagen, um uns frisch zu machen. Während dem wir uns an der Bar stärkten, konnten wir der Feuerwehr von St. Bartholomäberg im Einsatz beobachten, da in unserer Unterkunft immer wieder der Brandalarm losging. Nach so viel Action war der Hunger natürlich gross, und so machten wir uns auf den Weg zum Gasthof Sepplstoba. Dort genossen wir das währschafte und schmackhafte Österreichische Essen und wurden vorurteilsgemäss von einer Kopie von Wolfgang Petry bedient. Seinem Tipp folgend schlossen wir den schönen Abend in der „mo bar“ im Bahnhofsgebäude von Schruns ab. Hier war auch Alex‘ grosse Highlight erhältlich – das Mohrenbräu (auf seine versuchte Diskussion mit der Bedienung gehen wir hier nicht näher ein).

Am Sonntag konnten wir ein reichhaltiges Morgenbuffet und, wenn auch nur kurz, einige Sonnenstrahlen geniessen. Das Wetter war wechselhaft und wir entschlossen uns, trotzdem zur Talstation Golm zu fahren, um dann dort über den weiteren Verlauf des Tages zu beraten. Auch wenn nur die blauen Routen des Seilparks offen waren – wir liessen uns den Spass nicht verderben und fuhren mit der Seilbahn hinauf zum Seilpark Golm, welcher am baulich beeindruckenden Stausee des Kraftwerks Latschau liegt. Die blauen Routen waren dann auch so Herausfordernd, dass alle Spass daran hatten, die verschiedenen Hindernisse zu überwinden, auch wenn die roten und schwarzen Routen nicht geöffnet wurden. Zwar regnete es während unserer Kletterei nicht, aber die Hindernisse waren noch nass und glitschig und die nächste Regenfront war schon im Anmarsch. Nachdem alle wohlbehalten die Ausrüstung abgegeben hatten sausten wir mit der Rodelbahn hinunter zur Talstation. Die ersten Rodler kamen noch im Trockenen unten an, während dem die später gestarteten von ersten Ausläufern der angekündigten Regenfront erfasst wurden. So retteten wir uns in das Gasthaus „Liftstübli“ wo einige noch einmal die sättigenden Österreichischen Spezialitäten genossen, während dem andere sich mit Fitness- oder Salattellern begnügten.

Danach hiess es bereits Abschied zu nehmen von der jeweils anderen Fahrgemeinschaft. Auf dem Heimweg konnten alle die Erlebnisse und die toll organisierte Turnfahrt noch einmal Revue passieren lassen. Vielen Dank, Alex, für die Organisation. Und da sich Alex ärgerte, dass die Sicht am Lünersee so schlecht war hier ein Beweis der schönen Kulisse:

Lünersee

Abbildung 1: Herrliches Alpenpanorama mit Lünersee

 

Abbildung 2: Alpenpanorama so wie wir es erleben durften ;-)

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