10.-11. September 2016, Mannenbach-Hallau-Mannenbach

Liebe Velos (egal ob die Eigenen oder die Geliehenen)

Da ihr uns sicher ans Ziel und wieder nach Hause gebracht habt, möchte ich mich herzlich bedanken und euch diesen Reisebericht widmen. Es ist vorstellbar, dass es nicht immer ganz einfach mit uns war. Bereits in Mannenbach gab es einige, die hatten euch wie Esel bepackt. Für uns Turner war klar, dass die mit den Velotaschen, also Claudi und Charlotte, die beste Ausrüstung hatten. Aber aus Velosicht war dies bestimmt nicht angenehm.

Die Fahrt am Untersee entlang war herrlich. Als sich der erste Berg näherte, zwischen Mammern und Eschenz, gab es bereits erste Zweifler an eurer Stärke. Claudi hätte den Hügel gerne umfahren, aber sie wurde überstimmt. Ohne Probleme erklimmten wir im Team die ersten Höhenmeter und genossen die darauffolgende abfahrt um so mehr. Bis nach Stein am Rhein wurde in die Pedalen getreten. Nach einer kurzen Verschnaufpause für euch und einen Blick auf das „Stätdli“ für uns, wechselten wir das Ufer. Von rechts näherten wir uns der deutschen Grenze. Persönlich empfand ich diese Strecke als mies. Hoffentlich war sie für euch nicht allzu gemein. Diese ständige leichte Neigung nach oben und am Schluss die Steigung bis zur Landesgrenze. Grausam so etwas. Aber alle kamen oben an. In der Büsinger Badi gönnten wir uns und euch endlich eine Pause. Obwohl Charlotte bereits während der Fahrt grosszügig Powerriegel sponserte, assen einige einen kleinen Happen.

Sobald wir Schaffhausen hinter uns liessen, begleitet uns das Rauschen des Rheinfalls. Für euch war dies ein weiterer Kraftakt. Vom Bahnhof bis zum obersten Kreisel meisterten wir knapp 400 Höhenmeter. Doch dann sahen wir es. Das berühmte Klettgau. Die Reben und die ewigen Geraden. Aber Claudi schaffte es, trotz sehr flachen Voraussetzungen, uns eine Strecke mit einem letzten Anstieg zu präsentieren. Doch meine lieben Freunde erinnert ihr euch an die anschliessende Fahrt durch die Blauburgunder Reben? Es war beinahe Romantisch. Während der Fahrt bekam Sascha sogar warme Knie. Ich denke dies könnt ihr als ein Kompliment ansehen. Einige Radler hatten allerdings bereits leichte bis mittelstarke Schmerzen. Da eure Fahrradsattel nicht unbedingt einem Federkissen gleichen. Diese Schmerzen zeigten sich durch komische Stehgymnastik während der Fahrt. Als wir in Hallau ankamen, waren alle etwas erschöpf und sehr hungrig.

Wir genossen eine leckeres Vesper und die anschliessende Glas Show. Der Glasmacher Wolfgang führte uns in die Geheimnisse seines Glases ein. Er machte eine Glasscheibe, eine Kugel und schlussendlich noch einen weissen Schwan. Zudem wissen wir nun, welche Gläser wir beim nächsten Mal einkaufen werden (Bleikristallgläser). Nach der Show gingen wir mit leicht professionelleren Augen durch die Galerie. Ausserdem war die Freude über die Schnapspfeiffe sehr gross. (für die nicht Teilnehmer: „Geht auf die Webseite und schaut euch das Foto an!“) Wir hoffen ebenfalls, dass er der nächsten Gruppe auch ein Erlebnis mit uns berichten wird. Im Anschluss verfrachteten wir euch kurzerhand auf eine Kutsche. Der nette Kutscher war sehr gnädig und transportiere uns direkt vor die Unterkunft. Mit drei PS und einer guten Flasche Chläggi-Wein ging es gemütlich durch die Reben den Hügel hinauf. Oben angekommen durftet ihr es euch im schönen Stall gemütlich machen, während wir uns eine Dusche gönnten. Da ein Männerchor ebenfalls im Berghof nächtigte, wurden wir musikalisch begleitet.

Unsere Herren bezogen ein Dreierzimmer. Bei den Damen stellte sich die Frage nach den persönlichen Prioritäten. Die Auswahl bestand aus einem Zimmer mit viele Platz und einem Sofa oder eines mit Türe.

Da wir uns im Chläggi (insider Ausdruck für Klettgau) befanden durfte der Wein nicht zu kurz kommen. Nach einer scharfen Runde Mimiq und einer Flasche Wein entschlossen wir einstimmig, dass es einen Abstecher ins „Rebhüsli geben wird.

Ja, lieber Räder wir wollten eure Gefühle nicht verletzen als wir beschlossen, den Abstieg zu Fuss in Angriff zu nehmen. Wir sorgten uns um euer Wohl. Die Abfahrt wäre sicher toll gewesen. Allerdings der Aufstieg umso strenger.

Beim „Rebi“ angekommen testeten wir einen weiteren einheimischen Weisswein. Der Hunger meldete sich dann doch etwas stärker und wir verschoben uns den Berg hinab Richtung Engel. Als einzige Gäste wurden wir herzlich bedient. Nach einem abschliessenden Drink in der Ankerbar nahmen wir den Weg wieder aufwärts Richtung Berghof. Leider verpassten wir den Shuttlebus der Sängerknaben um wenige Sekunden. Deshalb mussten wir die gesamte Strecke hoch schlendern. Wir hofften, dass es am Morgen eine musikalisch untermalte Weckeinlage der Sänger geben würde. Doch es schien beinahe so, als würde dieser Männerchor nur am Abend singen. Im Frühstückssaal war es nämlich verdächtig still.

Danach standen wir bereit für die tolle Abfahrt. Aber ihr wolltet uns quälen. Eure Sättel wirken über Nacht härter als zuvor. Da wir noch drei Stunden fahrt vor uns hatten, nahmen wir den flacheren Weg mit langen geraden Strecken. Mit müden Knochen und schmerzenden Hintern kamen wir in Eschenz bei der Buebenbadi an. Dort genossen wir ein gutes Mittagessen und einen kurzen Schwum. Den Gedanken an ein Glace wollten wir uns warm halten, bis wir beim Pipo ankamen. Charlotte hatte plötzlich das Heimweh (oder ähnliches) gepackt. Sie setzte sich mit ihrem Velo an der Spitze ab. Doch die Verfolgergruppe, also der Rest, holte sie kurz vor Pipo’s Bar wieder ein. Der Schock sass Tief, als wir feststellten, dass er seine Glacesaison bereits auf Eis gelegt hatte. So gab es nur noch etwas zu trinken. Die letzten Meter bis nach Hause meisterten wir schlussendlich auch noch.

Abschliessend bleibt noch danke zu sagen. Ich möchte mich herzlich bei der grosszügigen Hilfe aller Teilnehmer bedanken. So tatkräftig wie ihr mir Ideen für diesen Bericht geliefert habt, ist wirklich bewundernswert. Ein grosses Dankeschön an die Organisatorin Claudi. Sie hat für uns eine tolle Reise mit super Wetter geplant. Euch Velos muss man natürlich ebenfalls ein Lob aussprechen, auch wenn Sascha so schnell nicht mehr eines von euch nützen wird. An dieser Stelle möchte ich euch seine kurzen aber weisen Worte nicht vorenthalten. „Der Arsch schmerzt!“ (Hoffentlich ist dies nun wieder vorüber.)

 

Liebe Grüsse

Jana

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