Am Samstagmorgen um 8.00 Uhr hatten wir alle eingesammelt und Silv, unsere Fahrerin, Claudia, Jana, Lisa und Eliane waren bereit für ein gemeinsames Wochenende. Wir fuhren in Ermatingen los in Richtung Untervaz. Schon kurz nach der Abfahrt kam die Frage auf, wer denn nun dieses Jahr den Bericht schreiben muss. Ohne lange Diskussion hat Eliane ihr Schicksal als jüngste
Teilnehmerin akzeptiert und sich dazu bereit erklärt, den Text zu schreiben.
Des Weiteren gab das top moderne Auto von Silv zu reden, oder besser gesagt das Navi im Auto. Dieses funktionierte nämlich mit einer Sprachsteuerung, wobei immer zuerst einmal «Hallo Mercedes» gesagt werden muss, dass es dann wirklich zuhört.
Na ja, so gut hört es dann doch nicht zu, denn bis jeweils die gesuchten Adressen auch wirklich verstanden und gefunden wurden, dauerte es meist ein bisschen.
Unser erstes Ziel war das Sportzentrum in Untervaz, wo wir für eine Stunde zwei Squashboxen gemietet hatten und uns sportlich betätigten. Der Spass stand natürlich im Vordergrund, es gab aber trotzdem packende Duelle!  (Bilder zum Weekend sind hier zu finden)

 Da uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung machte (es hatte in den Heubergen ca. einen Meter Schnee, Wandern wäre dem entsprechend schwierig geworden!) war die weitere Planung des Tages ziemlich spontan. Auf der Hinfahrt nach Untervaz hatten wie die Idee am Nachmittag unser Hirn zu betätigen und einen Escaperoom zu besuchen. Dies stellte sich aber als eine Herausforderung heraus, weil die meisten in der Umgebung schon besetzt waren, oder die Telefone nicht abgenommen wurden. Nun war es aber schon fast Mittag und wir hatten uns nach unserer Sportsession einen feinen Zmittag mehr als verdient. Der Hunger führte uns in die Pizzeria Mamma-Mia in Chur. Für die einen gab es Pizza, für die anderen Suppen oder Salat. Nach dem Essen erkundeten wir mit einem kleinen Spaziergang die Altstadt der ältesten Stadt der Schweiz. Da es aber ziemlich kalt war zog es uns rasch in ein Kaffee, genauer gesagt ins Kaffee Klatsch. Ein süsses zweistöckiges Kaffee mit unglaublich vielen verschiedenen und leckeren Kuchen und Heissgetränken, was die Entscheidung, was man nun bestellen soll, definitiv nicht vereinfachte. Während dem Kuchenessen klingelte auf einmal Janas Handy, es war die Frau vom Escaperoom in Bad Ragaz, die uns mitteilte, dass sie noch platz hätten, wir könnten also doch noch einen Escaperoom lösen. Wir waren uns sehr schnell einig, dass das eine gute Sache ist, um den Nachmittag zu verbringen und so machten wir uns schon bald auf den Weg nach Bad Ragaz. Angekommen am Standort des Escaperooms mussten wir zuerst einen Parkplatz suchen. Wir waren noch etwas zu früh dort und so hatten wir noch Zeit, um das WC abzuchecken. Und ihr glaubt es kaum, aber da hatte es ein Desinfektionsmittel das sogar Coronaviren abtötet, was eine Sensation! Wir konnten dann zwischen zwei Räumen aussuchen und natürlich entschieden wir uns für denjenigen, in dem es darum ging, ein Virus zu stoppen, ein ganz aktuelles Thema. Wir fingen sehr gut an und waren ziemlich auf Kurs um das Virus stoppen zu können, jedoch wurde uns die Zeit etwas zu knapp und auch wegen den nicht ganz genauen Instruktionen schafften wir es knapp nicht, aber dafür hatte es auf dem WC ein Desinfektionsmittel, das Viren abtötet. Also nochmals Glück gehabt. Spass hatten wir aber trotzdem und eine solche Aufgabe schweisst einen schon noch ein bisschen mehr zusammen. Es war dann auch schon Zeit um zu unserer Unterkunft, einem Airbnb in Conters aufzubrechen. In Küblis machten wir im Coop noch einen kleinen Halt um etwas für den Apéro zu kaufen und dann ging es weiter bis nach Conters. Die Anfahrt zum Airbnb war ziemlich abenteuerlich. Zuerst wussten wir gar nicht ob wir überhaupt bis da hinauf fahren können, weil es sehr eng war und der Mercedes doch eine stolze Breite aufweist und als diese erste kleine Schwierigkeit überwunden war, wurde die Strasse zu einem Kiesweg und es wurde immer steiler und steiler und wir entfernten uns immer mehr vom Dorfkern. Dann verpassten wir sogar noch den Abzweiger zum Haus und mussten noch weiter hinauffahren, bis wir wieder umdrehen konnten. Im Airbnb wurden wir herzlich von Claudia, der Vermieterin, empfangen und sie zeigte uns unsere Unterkunft. Dann richteten wir uns ein und Silv und Lisa fuhren mit dem Auto wieder ins Dorf hinunter, weil es nicht so einfach gewesen wäre den ganzen Weg hinunterzufahren, wenn es dunkel ist. Währenddessen genossen Jana, Claudia und Eliane schon den Apéro und begannen «Hosäabä» zu spielen. Als die beiden, die mit dem Auto ins Dorf fuhren, wieder zurückwaren schlossen sie sich beim «Hosäabä» an. Etwas später ging es dann schon wieder weiter mit dem Programm. Wir waren nämlich für ein Abendessen mit Blueskonzert angemeldet. Bevor wir ins Dorf hinunterliefen, musste noch ein kleiner Schneemann gebaut werden, wenn wir aus dem Unterland, schon einmal im September Schnee zu Gesicht bekommen. Wir fuhren also mit dem Auto nach Jenaz, wo wir den Altersdurchschnitt doch ein bisschen nach unten zogen. Im Restaurant war auf den Nachnamen von Lisa reserviert, der anscheinend sehr kompliziert ist. Denn unser Tisch war einmal mit «Fanderlaut» und einmal mit «Vaderlaus» angeschrieben, obschon wir alle nicht der Meinung waren, dass «Vaterlaus» ein besonders schwerer Nachname sei. Zum Essen gab es einen Salat zur Vorspeise und danach für die Vegetarier unter uns Kürbistortellini und für die anderen Thai-Curry, welches doch sehr gut gewürzt war, fast schon ein bisschen zu scharf. Nach dem Essen gab es eine lange Pause und weil wir unsere Jasskarten dabeihatten, gab es noch ein paar Runden «Hosäabä». Das Konzert war sehr lässig und es passte sehr gut zur Atmosphäre, wir waren uns jedoch einig, dass es ein wenig zu lange dauerte. Nichtsdestotrotz gefiel es allen von uns. Wieder zurück in unserem Airbnb, diesmal ohne abenteuerliche Anfahrt, weil wir auf dem Dorfplatz parkierten, waren wir alle sehr müde und gingen schon schlafen, wobei es sich anfühlte wie in einem Lager, wegen des «Massenschlags», also den vier Matratzen, die am Boden und sehr nahe nebeneinander lagen. Am Sonntagmorgen gab es dann einen Brunch mit leckerem Zopf, regionalem Käse und Fleisch. Und wenn man am richtigen Platz sass, sah man sogar Sonne und Schnee. Bis wir gemütlich gefrühstückt hatten und alle unsere Sachen gepackt hatten war es schon etwa 11.00 Uhr. Wir hatten uns entschlossen Schwimmen, oder Baden zu gehen, je nach Lust und Laune, die Frage war dann nur noch wo. Schlussendlich entschieden wir uns für Will, denn so mussten wir nach dem Schwimmen nicht mehr so lange im Auto sitzen. Wir fuhren um den Walensee und über den Ricken nach Wil, wobei wir ein schönes Panorama genossen (die Churfirsten von «hinten»). Im Hallenbad angekommen schwammen wir ein paar Längen, um auch am Sonntag ein bisschen sportlich aktiv zu sein, danach durfte das Sprudeln aber nicht fehlen. Bei einem kleinen Snack im Restaurant des Hallenbads liessen wir den Nachmittag noch ein bisschen ausklingen, bevor es dann endgültig wieder ab nach Hause ging. Am Ende unserer Turnfahrt hatten wir dann auch noch herausgefunden, wie man den Kofferraum eines solch modernen Autos schliesst! So ging also ein entspanntes Wochenende zu Ende. Herzlichen Dank Silv, unsere Taxifahrerin 😉 und Lisa fürs organisieren des Weekends!